Schlag­lö­cher – Wer zahlt den Scha­den?

15. Febru­ar 2018 Die Tem­pe­ra­tu­ren schwan­ken und auf den Fahr­bah­nen sieht man die Aus­wir­kun­gen. Der Stra­ßen­be­lag platzt und unschö­ne Schlag­lö­cher ent­ste­hen. Dass Schlag­lö­cher nicht nur ein Schön­heits­feh­ler sind, mer­ken Auto­fah­rer, wenn Sie den Scha­den an ihrem Fahr­zeug haben. Doch wer bezahlt den Scha­den? Der Bund, Städ­te und Gemein­den, weil sie dafür sor­gen müs­sen, dass die Stra­ßen in Ord­nung sind. Stich­wort: Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht! Oder der Fah­rer selbst

Als Fah­rer muss man auch auf den Zustand der Stra­ße ach­ten!

Das Inter­es­san­tes­te vor­weg: Es gibt kei­nes­falls einen Anspruch auf eine kom­plett unver­sehr­te Stra­ße, vor allem, wenn es sich um Neben­stra­ßen han­delt. Das bedeu­tet, dass man als Auto­fah­rer neben dem Stra­ßen­ver­kehr auch die Stra­ße selbst im Blick haben muss. Ist das Schlag­loch also klar zu erken­nen haf­tet die Gemein­de nicht. Also: Augen auf, und Geschwin­dig­keit run­ter!

Wer muss sich um den Zustand der Stra­ßen küm­mern.

Es kommt dar­auf an, wer der Trä­ger der so genann­ten Stra­ßen­bau­last ist. Je nach Stra­ße kön­nen das Bund, Län­der, Gemein­den, Land­krei­se, Städ­te oder Gemein­den sein. Es gibt sogar Stra­ßen, für die Pri­vat­per­so­nen zustän­dig sind.
Kommt nun z. B. die Stadt oder Gemein­de Ihrer Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht nicht nach, ist die­se ver­pflich­tet den Scha­den zu bezah­len. Was gehört also zur Ver­kehrs­si­che­rung? Die Städ­te und Gemein­den sind ver­pflich­tet, die Fah­rer vor einer schlech­ten Fahr­bahn und even­tu­el­len Gefah­ren zu schüt­zen oder wenigs­tens zu war­nen. Zah­len müs­sen die Städ­te und Gemein­den also, wenn sie das Schlag­loch weder besei­tigt, noch davor gewarnt haben und des­halb ein Unfall ent­stan­den ist. Der jewei­lig Zustän­di­ge muss stark befah­re­ne Stra­ßen z. B. sogar mehr­mals in der Woche kon­trol­lie­ren. Weni­ger fre­quen­tier­te Stra­ßen kön­nen sel­te­ner kon­trol­liert wer­den.

Doch wie schnell muss man kaput­te Stra­ßen repa­rie­ren?

Die Stra­ßen wer­den also regel­mä­ßig kon­trol­liert. Das Schlag­loch ist da. Und nun? Erst ein­mal kann ein Warn­hin­weis aus­rei­chen und viel­leicht noch eine Geschwin­dig­keits­be­gren­zung ange­bracht wer­den. Danach soll­te das Schlag­loch mög­lichst schnell, vor­erst pro­vi­so­risch, gefüllt wer­den. Das führt nun aller­dings dazu, dass eini­ge Städ­te und Gemein­den ihre Schlag­lö­cher nur noch pro­vi­so­risch fül­len und die Pro­ble­me und Schlag­lö­cher wer­den jedes Jahr grö­ßer.

Was Sie im Scha­dens­fall tun soll­ten:

Wie nach jedem Unfall soll­ten Sie den Scha­den und auch das Schlag­loch foto­gra­fie­ren. Dazu gehö­ren auch die Umge­bung und ggf. Schil­der. Wenn Sie wei­te­re Fra­gen haben, ste­hen wir Ihnen gern zur Ver­fü­gung.