Die fünf größten Fahrrad-Irrtümer: Testen Sie Ihr Wissen.

Die fünf größten Fahrrad-Irrtümer
14. Mai 2018 Fahrrad­fahren im Straßen­verkehr sorgt immer wieder für Diskus­sio­nen. Vor allem zwis­chen Aut­o­fahrern und Fahrrad­fahren scheinen die Fron­ten ver­härtet. Hat man auf dem Fahrrad Son­der­rechte? Darf man auf dem Draht­e­sel z. B. immer ent­ge­gen der Ein­bahn­straße fahren? Zahlt die Ver­sicherung nicht, wenn ich keinen Helm trage? Und hof­fentlich mis­chen sich jet­zt keine Fußgänger ein…

 

Irrtum Nummer 1: „Zu schnell kann man mit dem Fahrrad ja gar nicht fahren.“

Natür­lich müssen sich auch Fahrrad­fahrer an Geschwindigkeits­be­gren­zun­gen hal­ten. Wer fit ist, schafft es auch mal in ein­er Tem­po-30-Zone zu schnell unter­wegs zu sein. Auch in diesem Fall dro­ht dem Fahrrad­fahrer ein Bußgeld. Wer geblitzt wird, kann aber auch ziem­lich sich­er davon aus­ge­hen, dass er keine Post bekommt. Kennze­ichen für Fahrrän­der gibt es ja noch nicht.

 

Irrtum Nummer 2: „Fahrradfahrer können nicht gezwungen werden, auf dem Fahrradweg zu fahren.“

Fahrradweg

Doch! So ein­fach ist das. Aus­nahme:  Der Fahrrad­weg ist einem des­o­lat­en Zus­tand und kann nicht befahren wer­den. Ein Baum versper­rt den Rad­weg, ein Alt­glas­con­tain­er ist umge­fall­en oder Ähn­lich­es kön­nen das Fahren auf der Straße erlauben. Sollte man schlicht keine Lust haben, auf dem Rad­weg zu fahren, kann einem ein Bußgeld dro­hen.

 

Irrtum Nummer 3:  „Kinder dürfen überall fahren.“

Für Kinder gel­ten beson­dere Regeln. Bis zum vol­len­de­ten acht­en Leben­s­jahr müssen Kinder sog­ar auf dem Bürg­er­steig fahren, weil der Straßen­verkehr noch viel zu gefährlich ist. Das gilt dann auch für den Rad­weg. Bis zum vol­len­de­ten zehn­ten Leben­s­jahr dür­fen die Kinder entschei­den, ob sie noch auf dem Gehweg oder schon auf dem Rad­weg fahren.

 

Irrtum Nummer 4: „Wenn ich keinen Helm trage und einen Unfall habe, zahlt der Versicherer nicht. “

Ist ein Fahrradhelm Pflicht?Falsch! Es gibt in Deutsch­land keine Helmpflicht. Ein Fahrrad­fahrer wurde schuld­los in einen Unfall ver­wick­elt (Dann sollte man übri­gens so schnell wie möglich Kon­takt zu uns aufnehmen.). Der geg­ner­ische Ver­sicher­er muss die vollen Kosten übernehmen, auch wenn der Helm so manche Ver­let­zun­gen ver­hin­dert hätte. Darüber hat sog­ar schon der BGH so entsch­ieden.

 

Einbahnstraße für Fahrradfahrer

Irrtum Nummer 5: „Als Fahrradfahrer darf ich immer gegen die Einbahnstraße fahren.“

Wieder falsch! Dür­fen Fahrrad­fahrer in die Ein­bahn­straße fahren, ist das durch ein kleines Schild zusät­zlich gekennze­ich­net. Wenn man dann ent­ge­gen der Rich­tung fährt, sollte man auf die ent­ge­genk­om­menden Autos acht­en. Fehlt der Hin­weis und man fährt trotz­dem durch die Ein­bahn­straße, kostet das Geld (wenn man erwis­cht wird.).

Das neue Jahr 2018 bringt auch neue Verkehrsregeln!

3. Jan­u­ar 2018

Auch das Jahr 2018 bringt einige Änderun­gen im Verkehrsrecht und neue Verkehrsregeln mit sich. Zum Beispiel die Beleuch­tung für den Fahrradan­hänger, stren­gere Abga­sun­ter­suchun­gen oder eCall.

Damit Sie nicht die Über­sicht ver­lieren, haben wir das wichtig­ste zusam­menge­fasst.

Die Abgasuntersuchung wird strenger. Onboard-Diagnose reicht nicht mehr.

Auf Dat­en alleine will man sich bei der Abga­sun­ter­suchung (AU) 2018 nicht mehr ver­lassen. Seit dem 1. Jan­u­ar 2018 ist nun auch die soge­nan­nte Endrohrmes­sung Vorschrift. Bis­lang reichte es aus, die Dat­en des Fahrzeugs auszule­sen. Tauchte dort ein Fehler auf, musste man weit­er kon­trol­lieren. Die Endrohrmes­sung soll jet­zt garantieren, dass man Fehler bei der Abgas­reini­gung bess­er find­en kann.

Fahrradfahrer müssen ihre Anhänger besser beleuchten.

Auch Fahrradan­hänger sollen mit sicher­er wer­den. Deshalb müssen sich 2018 nicht nur Aut­o­fahrer, son­dern auch Fahrrad­fahrer mit Anhängern auf stren­gere neue Verk­stregeln ein­stellen. Das bet­rifft vor allem Kinder­an­hänger. Die neuen Regeln betr­e­f­fen alle über 60 Zen­time­ter bre­it­en Anhänger. Also die meis­ten Anhänger. Zwei weiße Reflek­toren sollen an die Vorder­seite und zwei rote an die Rück­seite. Beson­ders schleckt ist es, wenn der Anhänger die Hälfte des Fahrradrück­lichts verdeckt. Dann muss man außer­dem eine rote Rück­leuchte am Fahrradan­hänger anbrin­gen. Manche Mod­ell sind beson­ders bre­it. Ist ein Anhänger bre­it­er als einen Meter, muss der Fahrrad­fahrer zusät­zlich vorne links eine Frontleuchte anbrin­gen.

WLTP statt NEFZ. Kfz-Steuer soll von tatsächlichen CO2-Emissionen abhängen.

Stren­gere AU und stren­gere Bemes­sungs­gren­zen bei der Kfz-Steuer kom­men in diesem Jahr auf Sie zu. Das WLTP-Ver­fahren soll Ver­brauch und CO2-Ausstoß beson­ders genau bes­tim­men. Die Kfz-Steuer kön­nte dann also steigen. Das gilt aber nur für Neuwa­gen, die das erste Mal zuge­lassen wer­den. Schauen Sie also beim Autokauf im neuen Jahr beson­ders genau hin.

Neue Zeichen für Autoreifen. M+S gehört bald der Vergangenheit an.

Neue Sym­bole gibt es ab 2018 sowohl für Win­ter- als auch für Ganz­jahres­reifen, eine Schneeflocke vor einem Berg. Das M+S‑Symbol gilt noch über­gangsweise bis zum 30. Sep­tem­ber 2024. Nur Reifen, die ab 2018 pro­duziert wer­den, müssen das neue Sym­bol tra­gen. Dem Fahrer dro­ht dann son­st ein Bußgeld.

Notfallruf im Auto – eCall wird Pflicht.

Nach einem Unfall schneller Hil­fe bekom­men. Das elek­tro­n­is­che Notruf­sys­tem soll deshalb ab 1. April in jedem neuen Auto steck­en. Es beste­ht aus einem GPS-Empfänger und ein­er Mobil­funkein­heit. So soll es bei einem Unfall automa­tisch Dat­en über­mit­teln. Bei einem sehr starken Auf­prall soll dann automa­tisch ein Notruf aus­gelöst wer­den, den der Fahrer wider­rufen kann.

Soll­ten Sie Fra­gen haben, melden Sie sich gern bei uns.